Offener Brief an die Bürger nach dem Trauermarsch 2008
Liebe Bürgerinnen und Bürger von Bad Nenndorf, Volksgenossen,
zunächst möchten wir uns für eventuelle Unannehmlichkeiten, die unser Trauermarsch am 02.08.2008 durchaus erwirkt hatte, entschuldigen. Aber wir möchten uns auch für die rege Unterstützung und Anteilnahme bei Ihnen bedanken und gehen aus dieser Veranstaltung gefestigt und hoch motiviert für die nächsten Jahre hervor. An dem Trauermarsch beteiligten sich über 400 Personen. Es gab keine Gewaltszenarien, wie sie von den Schaumburger Käseblättern herauf beschworen wurden.
Sie werden wahrscheinlich auch die unglaublichen und pietätslosen Hetzartikel der Schaumburger Nachrichten in den letzten Tagen gelesen haben. Kein einziges Wort des Mitgefühls für die Opfer der Alliierten Verbrecher! Stattdessen nur Lügen und Diffamierungen über die Teilnehmer des Trauermarsches. Die größte Lüge ist aber, dass es sich bei den Internierten im Folterlager Wincklerbad nur um verurteilte Kriegsverbrecher handeln soll.
Von den 372 Insassen des Bad Nenndorfer Konzentrationslagers, wurden lediglich 2 Personen nachweislich als Kriegsverbrecher geführt. Die restlichen Insassen waren Bürger und Jugendliche, Jungen wie Mädchen, größten Teils aus der Region. Sie wurden verhaftet um entnazifiziert zu werden, weil man sie für vermeintliche Sowjetspione hielt, aus Angst vor dem Widerstand junger Menschen und selbstverständlich wegen des Geldes. So presste man aus Gelehrten und Unternehmern Patentgeheimnisse ebenso wie Handelsverbindungen heraus. Die Inhaftierten wurden psychisch und physisch zu Grunde gerichtet. Wer trotz allen Leid das vorgefertigte Geständnis nicht unterschrieb oder das erhoffte Wissen nicht preisgab starb. Es ist für uns nicht nachvollziehbar, wie man solch gravierende Verbrechen gegen Deutsche legitimieren kann.
Nachdem diese ungeheuerlichen Geschehnisse vor drei Jahren öffentlich wurden, hat der nationale Widerstand angefangen dafür Sorge zu tragen, dass dieses dunkle Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte bekannt gemacht wird und nicht einfach unter den Teppich gekehrt werden kann. Der diesjährige Trauerzug stellt einen neuen Höhepunkt dieser Arbeit dar. Die Gedenkveranstaltung zog diszipliniert, friedlich und schweigend durch Bad Nenndorf bis vor das Wincklerbad. In den Redebeiträgen während der Kundgebungen wurden die damaligen Ereignisse nochmals zusammengefasst und den Forderungen der nationalen Opposition noch einmal Nachdruck verliehen.
Es wurde auch deutlich gemacht, dass die Verbrechen der Besatzer keine einmaligen Verfehlungen gewesen sind, sondern die Befreiung überall in Europa die gleiche Handschrift getragen hat. Diese Aggressionspolitik setzt sich bis heute fort. Was damals die Rheinwiesenlager oder das Folterlager in der „verbotenen Stadt“ Bad Nenndorf waren, sind heute Orte wie „Guantanamo“ oder „Abu-Ghuraib“, die für Terror, Folter und Mord der alliierten „Befreier“ stehen. In Bad Nenndorf wird von Seiten der Presse versucht Deutsche zu Opfern ” 2. Klasse ” zu machen. Nein, schlimmer noch: es erklingt der Tenor das Deutsche niemals Opfer waren. All das den Deutschen angetane Unrecht von der Enteignung bis zum Mord wird nicht nur schön geredet, sondern gar als Akt der Menschlichkeit gefeiert. Alliierte Konzentrationslager wie das Wincklerbad werden als Grundsteine der Demokratie verherrlicht.
Unser Fazit aus den vergangenen Trauermärschen und den Stellungnahmen der regionalen Pseudojournalisten, haben uns in der Forderung nach Gerechtigkeit für die Opfer von Bad Nenndorf nur bestätigt, Wir werden unserer Forderung auch über das Jahr 2010 Nachdruck verleihen, sollten die Politiker der etablierten Parteien weiterhin die Augen verschlossen halten, sofern es Gräueltaten am eigenen Volk betrifft. Wir fordern eine Gedenktafel vor dem Wincklerbad!
Wir fordern Gerechtigkeit für die Opfer! Verurteilung der verantwortlichen Täter durch deutsche Gerichte. Reperationszahlungen für die Hinterbliebenen. Lückenlose Aufklärung der hundert- wenn nicht gar millionenfachen Verbrechen der Besatzertruppen während und vor allem auch NACH Beendigung der offiziellen Kampfhandlungen! Wir Deutsche müssen endlich umdenken: Schluss mit Selbsthass und –zweifel, keine falsche Scham mehr und Schluss mit der Lehre der glorreichen und gerechten Befreiung in unseren Köpfen und Schulen! Unterstützen Sie uns in unserem Kampf für Gerechtigkeit! Besuchen Sie uns im Internet unter : www.gedenken-badnenndorf.info





