Ein kleiner Rückblick auf die Informationsveranstaltung der Gegenseite

versager-veranstaltung Um endlich einen Schlussstrich unter die vielen Misserfolge der vergangenen Jahre zu bekommen hatte das Nenndorfer Versagerbündnis am vergangenen Wochenende zu einer Informationsveranstaltung mit „höchkarätigen Referenten“ (wir berichteten) geladen.

Aufgrund der Tatsache, dass die Gegenseite noch nie über ein durchdachtes Konzept, geschweige denn qualifiziertes Personal verfügte – dafür jedoch schnell den Überblick verlor – sollten im Rahmen der Versammlung die geladenen Referenten vermutlich die vorherrschenden Defizite kompensieren und den Schildbürgern mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Im folgenden werden wir auf einzelne Punkte eingehen, um dem interessierten Leser auch in diesem Jahr einen kleinen Einblick in die Vorstellungen und Ansichten der Gegenseite zu vermitteln, auch wenn dabei der Eindruck einer Zeitreise entstehen dürfte.

Der Wunsiedel-Vergleich

In den vergangenen Jahren schlugen alle Versuche fehl und es gelang der Gegenseite  nicht einen Verbotsgrund für den Trauermarsch zum alliierten Folterlager Wincklerbad zu initiieren. Seit einiger Zeit ist man auffällig stark bemüht einen Bezug zum 2005 verbotenen „Rudolf Heß-Gedenkmarsch“ im bayrischen Wunsiedel herzustellen, wohl in der Hoffnung es könne sich daraus ein stategischer Vorteil für das Versager Bündnis ergeben.

„Wie in Bad Nenndorf steigerte sich die Zahl der Teilnehmer von Jahr zu Jahr. Zu Beginn waren es 120 zum Schluss fast 5000 aus 16 europäischen Nationen“, schreiben die Schaumburger Nachrichten am 21.06.2010 im Bezug auf die steigenden Teilnehmerzahlen in Bad Nenndorf.

Im Bezug auf die diesjährige Terminänderung unterstellte man sogar, dass der Trauermarsch Bad Nenndorf eine Ersatzveranstaltung für die verbotene Wunsiedel-Versammlung sei. Trotz aller Bemühungen blieben uns sowohl Gegenseite, als auch die Medienvertreter bisher einen Beleg für ihre wisssentliche Falschbehauptung schuldig!

Aktionen der Gegenseite eine Gefahr für die Sicherheit?

Die Verantwortlichen der Gegenseite einigten sich scheinbar darauf, dass man in diesem Jahr die gezielte Konfrontation mit dem jährlichen Trauermarsch suchen wolle. „Weg von der Trennung des so genannten Trauermarsches und der Gegendemonstration“, heißt es dazu in einem Artikel der Schaumburger Nachrichten vom 22.06.2010.

Im weiteren Verlauf des Artikels schreibt die Zeitung, dass selbst der anwesende Polizeichef aus Nenndorf meinte „er wolle keine Situation erleben, wo Polizeikräfte die Bürger mit Gewalt entfernen müssten“ und dass ein Ruf aus dem Publikum „Warum nicht?“ lautete. An diesem Beispiel lässt sich verdeutlichen, wie weit auf der Gegenseite die Hemmschwelle gesunken ist auch mit den eingesetzten Kräften der Polizei in Konflikt zu kommen.

Fraglich scheint auch, aus welchem Klientel sich die Gegendemonstration in diesem Jahr zusammensetzen soll, wenn selbst „der Vorsitzende der Samtgemeinde SPD hofft, dass am 14. August so viele Menschen den Ort bevölkern, dass die Polizei sagt: Wir können nicht für die Sicherheit garantieren“ (SN, 22.06.2010)

In diesem Zusammenhang möchten wir aus unserer Berichterstattung des letzten Jahres verweisen, um zu verdeutlichen, dass bereits im vergangenen Jahr vor einem Schulterschluss mit den Randalierern aus dem linken Spektrum gewarnt wurde:

„[...] so musste man am 22.06.2009 besorgt, unter der Überschrift „Sollen die erst das Wincklerbad anstecken?“, die neusten Sorgen und Nöte des „Versagerbündnis“ zur Kenntnis nehmen. Vor „mehr Neonazis als je zuvor“ und „vor Bündnissen mit militanten Linksextremisten“ wird gewarnt. In der Warnung vor einer Zusammenarbeit mit Vertretern aus dem Umfeld von Antifa-Gruppen heißt es: „Diese suchen den Schulterschluss mit bürgerlichen Bündnissen, verfolgen aber rechtsstaatsfeindliche Ziele.“

Dem nicht genug, so äußerte sich Dr.-Ing Joachim Runkel, Abgeordneter der CDU im Landtag, zu den gefährlichen Linksautonomen und deren Freude an Randale und Gewalt, wie folgt: „Ich begreife nicht, warum es so schwer ist, eine solche Demo zu verbieten. Sollen die erst das Wincklerbad anstecken?“ – Wir möchten an dieser Stelle sehr hoffen, dass der benannte Mandatsträger, zum Zeitpunkt seiner Äußerung, nicht an die Billigung einer Brandstiftung gedacht hat, um diese als Geheimwaffe gegen den Trauermarsch einzusetzen. […]

linke_gewalt Selbstverständlich wird auch im Bezug auf die hohe Gewaltbereitschaft der linken Gegendemonstranten versucht, zu relativieren. Man sei entsetzt, heißt es zu den warnenden Äußerungen des anwesenden Linksextremismus-Experten. Auch in dieser Angelegenheit fürchtet das Versagerbündnis die Wahrheit, wie der Teufel das Weihwasser. Daher ist es sehr fraglich, ob man dem Versagerbündnis überhaupt noch glauben kann, wo es doch stets dazu neigt, Fakten und Tatsachen wider besseren Wissens zu leugnen.

Erinnern wir uns, wie oft man in der Vergangenheit die Bürger Bad Nenndorfs ohne Skrupel an der Nase herum geführt und glaubt hatte, man könne mit immer neuen Märchengeschichten den Bürger in Nenndorf täuschen… Vorsicht ist geboten! Wir müssen daher an dieser Stelle nicht nur vor linken Gewalttätern, sondern auch vor dem „Versagerbündnis“ mehr als deutlich warnen!“ (Quelle: Gedenkbündnis Bad Nenndorf vom 27.06.2009)

Die Gefahr der Blockade-Stategie

Auf der Gegenseite ist man scheinbar nicht gewillt sich verschiedenen Beschlüssen der Verwaltungsgerichte unterzuordnen und versucht deshalb in Wild-West-Manier das Gesetz in die eigene Hand zu nehmen. In enger Zusammenarbeit versuchen die geladenen Referenten und Organisatoren der Gegenseite in diesem Jahr intensiv dem unwissenden Bürger einzureden, dass eine Blockade ein legitimes Mittel gegen den Traumarsch sei.

Besonders verwerflich erscheint jedoch, dass dabei oft die Naivität von Minderjährigen ausgenutzt wird und diese dann von den Agitatoren der gefährlichen Linksextremen zu schweren Straftaten animiert werden, während sich die Hintermänner der Gegenseite vermutlich auch am 14. August wieder gekonnt im Hintergrund halten werden. Diese nehmen bereitwillig in Kauf, dass die Beteiligung an einer Blockade neben den Folgen des Polizeieinsatzes auch immer mit juristische Konsequenzen für jeden Blockierer nach sich zieht.

Ein Referent des Gräfenberger Bürgerforums gab im Rahmen der Veranstaltung an, dass seine Beteiligung an einer Blockade mit 500,- Euro Bußgeld geahndet wurde, er zugleich jedoch mit dem Friedenspreis belohnt worden sei. Hier zeigt sich die Ironie der gesamten Blockade-Strategie in ihrer wohl unzensierten Art und Weise.

seniorenbeirat Doch die Gegenseite wäre nicht die Gegenseite, wenn sie diese Tatsache nicht noch übertreffen könnte. So kündigte die Gegenseite in Rahmen der Versammlung an, dass sich auch der Senioren-Beirat an den Blockaden beteiligen wolle. Ein Schildbürger-Referent äußert dazu, dass er vom Seniorenbeirat eine Rückmeldung habe, dass sich dieser auf die Bahnhofstraße stellen und auch nicht weggehen wolle. Vor verschiedenen älteren Menschen aus Nenndorf erhielten wir die Rückmeldung, dass man das Verhalten und die Vorgehensweise der Gegenseite schlichtweg als unverantwortlich ansehe. Wir können dieser Einschätzung nur zustimmen.

Alte Niederlagen in neuem Gewand?

Was wäre die Gegenseite, wenn sie nicht auch in diesem Jahr einen grandiosen Einfall hätte? So erfährt der aufmerksame Leser im weiteren Verlauf des Berichts der Schaumburger Zeitung vom 22.06.2010 mehr über „das Erfolgsrezept: Viele Gruppen sollten zeitgleich auf der Bahnhofstraße Aktionen anmelden. Möglicherweise wird der Aufmarsch der Neonazis dadurch zeitlich beschränkt.“

Auch in diesem Punkt wird sich der ein oder andere an das letzte Jahr erinnert fühlen. Zu Recht, daher möchten wir erneut aus unserer Berichterstattung zitieren:

„Bezüglich der Gegenveranstaltungen hatte man den grandiosen Einfall, dass es zeitgleich zum Trauermarsch ein Stadtfest vor dem Wincklerbad geben könne. Leider handelt es sich wieder einmal nicht um die rettende Idee, denn bezüglich des zeitgleich stattfindenden Stadtfestes am Wincklerbad heißt es: „Die Aktion der Rechten ist bereits für diesen Standort angemeldet und genehmigt.“ (Quelle: GBN vom 27.06.2009)

Somit sollte auch beantwortet sein, welche Aussichten das vermeintliche Erfolgsrezept der Gegenseite auch in diesem Jahr haben dürfte. Im vergangenen Jahr zeigte man sich deutlich kreativer und schlug bspw. vor, dass man den angereisten Versammlungsteilnehmern den Bierverkauf oder die Taxi-Fahrt verweigern könnte:

„„Unter dem Motto „Kein Bier für Nazis“ sollte die gesamte Stadt sich den rechten Demonstranten verweigern. ‘Dann kommen sie im nächsten Jahr nicht wieder nach Bad Nenndorf’, wagte er zu hoffen“, heißt es dazu in der Schaumburger Zeitung. Nur mit Hoffen kommt ihr da nicht weiter, außerdem gibt es bei uns kein Bier auf dem Trauermarsch, siehe Verhaltenshinweise.

taxi_gegen_rechts1 Nun aber nicht genug, denn man könne „sich vorstellen, dass zum Nazi-Aufmarsch in Bad Nenndorf Geschäftsleute, Taxifahrer und sonstige Dienstleister sich weigern, die Rechtsextremen zu bedienen“, heißt es weiter. Das war jetzt aber mal eine bessere Idee. Aber warum wird der Trauermarsch eigentlich immer mit den Gegenveranstaltungen verwechselt? Wir haben es nicht nötig unsere Teilnehmer mit Freibier und Einkaufsgutscheinen zu locken…„(Quelle: GBN vom 02.07.2009)

Schade eigentlich, dass in diesem Jahr noch kein vergleichbarer Vorschlag kam.

Unser Rat: Begeben Sie sich endlich auf die sachliche Ebene!

Da man auf der Gegenseite scheinbar noch immer nicht begriffen hat, bzw. bewusst ignoriert, dass der jährliche Trauermarsch zum alliierten Folterlager Wincklerbad klare Ziele verfolgt und mit konkreten Forderungen verbunden, wird der Bürger in Nenndorf weiter arglistig getäuscht und belogen.

In den vergangenen Jahren hat die Gegenseite mehr als deutlich unter Beweis gestellt, dass sie es zwar gekonnt versteht Tatsachen zu verdrehen und Dinge falsch darzustellen, nicht aber in der Lage ist sich auf einer sachlichen Ebene der Problemstellung des alliierten Folterlagers zu nähern. Eine objektive Sichtweise sollte von Anfang an der subjektiven Beurteilung einzelner Personen weichen. Die Vorgehens- und Argumentationsweisen jener Personen sind bezeichnend, denn sie sind polemisch und nebulös.

Eine weitere Niederlage der Gegenseite darf somit als unausweichlich angesehen werden, wenn sich diese weiter den historischen Wahrheiten verweigert und statt dessen eine Konfrontation mit dem Trauermarsch sucht. Blockade-Aufrufe und Verbotswünsche sind Zeugnis für fehlende geistige Reife, Beweis und Beleg für das Defizit eigener Argumente und mangelndes Demokratieverständnis.


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