Bürger auch in Hamm erfolgreich informiert!
Am Donnerstag, den 15. Juli 2009 wurde auch in Hamm der Bürger über das Geschehen im Folterlager Wincklerbad und den damit verbundenen Trauermarsch Bad Nenndorf informiert. Die Aktivisten aus Hamm berichten:
“In den Vorabendstunden des heutigen Donnerstags verteilten zehn nationale Aktivisten in der Hammer Innenstadt ca. 500 Flugzettel zum Gedenkmarsch für die Opfer des alliierten Folter-Lagers „Wincklerbad“ am 14. August in Bad Nenndorf.
Die Aktivisten kamen dabei auch mit älteren Passanten ins Gespräch, die selbst von ähnlichen Lagern berichten konnten. Besonders beeindruckend waren die Schilderungen eines ehemaligen Wehrmachtssoldaten, der von seinen Erlebnissen aus einem Kriegsgefangenenlager im damals russisch besetzten Schlesien erzählte. Er mußte mit einigen Kameraden einen Schacht ausheben, ohne daß ihnen von den Sowjets gesagt wurde, wofür diese Arbeit dienen soll. In der darauffolgenden Nacht hörte er mehrere Schüsse. Am nächsten Morgen mußte er dann feststellen, daß mehrere seiner Kameraden anscheinend spurlos verschwunden waren und der Schacht wieder eilig zugegraben wurde.
Eine Frau berichtete von ihrer Kindheit im mitteldeutschen Oranienburg, wo sie in der Nachkriegszeit in unmittelbarer Nähe eines Kriegsgefangenenlagers lebte. Sie wußte auch zu berichten, daß es in ihrer Region mehrere solcher Lager gegeben hat und niemand genau wußte, was darin vor sich geht.
Natürlich war auch die unvermeidliche Polizei wieder vor Ort. Die Beamten beschränkten sich allerdings darauf, ein Flugblatt mitzunehmen und düsten danach wieder ab – ohne die sonst obligatorischen Personalien-Feststellungen und Platzverweise. Es geht doch! So sparen wir uns das Schreiben einer Dienstaufsichtsbeschwerde und die Beamten, sich damit auseinandersetzen zu müssen.
Die ansonsten störungsfrei verlaufene Flugblatt-Aktion wurde gegen 19 Uhr beendet.”





