Abteilung “unsachlich und selten dämlich”: Neuster Schildbürgerstreich
Kaum ist der erste Schildbürger-Streich (wir berichteten) vom Tisch, schon widmen wir uns dem Rodenberger Plagiat des Nenndorfer Versagerbündnisses. Für den 7. August haben die Kollegen der Nachbargemeinde nämlich eine super Aktion auf dem Rodenberger Amtsplatz geplant, die mit Sicherheit auch großen Zuspruch finden wird.
Die Damen und Herren, haben nämlich den genialen Einfall gehabt, dass interessierte Bürger mit ihnen gemeinsam in der Zeit von 10 bis 13Uhr auf dem Amtsplatz weiße T-Hemden bemalen könne. Richtig, lieber Leser, mit weißen T-Hemden war doch was! Aufgrund der Tatsache, dass die freundliche Einsatzleitung die Finanzierung unseres diesjährigen Soli-Hemdes (hier bestellen) übernommen hat, mangelt es der Gegenseite in diesem Jahr scheinbar an weißen Hemden. Anders ist die Tatsache nicht zu erklären, dass es in dem Aufruf zur Aktion wie folgt heißt:
“Bitte bringen Sie Ihr T-Shirt, dass Sie für die Demonstration verwenden wollen und wo möglich weitere, die sie für Ihre Familie und Freunde bunt gestalten wollen, mit. Es handelt sich nicht um eine Verkaufsveranstaltung, sondern um die Möglichkeit, gemeinsam und mit viel Spaß Demokratie ein bisschen erlebbar zu machen.”
Weil wir aufmerksame Leser solcher Aufrufe sind und wissen, dass die Gegenseite nicht ohne Hintergedanken den gezielten Kontakt mit dem Bürger sucht, haben wir nach den ersten zwei Sätzen nicht mit dem Lesen aufgehört. Die Antwort nach den Beweggründen des Urhebers dieser Aktion lässt auch nicht lange auf sich warten, so wird im Aufruf darauf hingewiesen, dass auch der Kandidat für die kommende Landratswahl – übrigens Parteifreund des Aufrufverfassers – sein Kommen ankündigt. Der eigentliche Grund dieser Aktion dürfte somit die Bewerbung des Kandidaten dienen.
Und nachdem seit Jahren von den Akteuren der Gegenseite das Ansehen der Opfer alliierter Kriegs- und Nachkriegsverbrechen sprichwörtlich mit Füßen getreten wird, liegt es mehr als nahe, dass man auch in diesem Zusammenhang etwas organisiert. So wird den Gesinnungsgenossen des Versagerbündnisses die Möglichkeit geboten ihre menschenverachtenden Ansichten in einer Fußbodenzeitung (was auch immer das sein soll) zu manifestieren. Im Aufruf heißt dazu es, wie folgt:
Bei der Veranstaltung am 07.08.2010 werden Sie auch auf einer Fußbodenzeitung Ihre Gedanken zur Demokratie und zu denen, die dieser nicht wohlgesonnen gegenüberstehen, aufschreiben können oder einfach mit Farbe z.B. das bunte Leben in einer Demokratie, wie wir es jeden Tag erleben, darstellen können.
Um ein Angstszenario zu erzeugen, welches interessierte Bürger von einer Teilnahme am Trauermarsch abhalten soll, prognostiziert der Verfasser im Nachtrag des Textes, dass in diesem Jahr mehr als 1000 “Neonazis” nach Bad Nenndorf “einmarschieren” wollen. Auch an diesem Beispiel lässt sich verdeutlichen, mit welchen Methoden die Gegenseite seit Jahren arbeitet. Die Teilnehmer aus allen Schichten der Bevölkerung werden zu “Neonazis” gemacht und die friedliche Versammlung unter freiem Himmel wird zu einem “Einmarsch” in die Kurstadt deklariert. Wie stellen fest, dass auch hier ein sachlicher Meinungsaustausch kleinbürgerlichen Irrsinn weichen musste. Nichts anderes sind wir von Ihnen gewohnt!
Auch an dieser Stelle aus Gründen der Vollständigkeit der Aufruf-Text der Gegenseite:
BüRo für Demokratie: Aktion auf dem Amtsplatz in Rodenberg
BüRo für Demokratie, weil Demokratie berührt!
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde der Demokratie,
am 7.August 2010 wollen wir, die Aktiven vom Bündnis mit allen anderen Interessierten – von 10 bis 13 Uhr auf dem Amtsplatz, vorm Rathaus in Rodenberg (vorzugsweise) weiße T-Shirts, mit Hilfe aller die mitmachen wollen, bunt gestalten. Wer also seinem T-Shirt für die Demonstration am 14.August in Bad Nenndorf einen gemeinsamen und insbesondere einen Rodenberger Ausdruck verleihen möchte, der ist herzlich zum gemeinsamen Gestalten eingeladen.
Bitte bringen Sie Ihr T-Shirt, dass Sie für die Demonstration verwenden wollen und wo möglich weitere, die sie für Ihre Familie und Freunde bunt gestalten wollen, mit. Es handelt sich nicht um eine Verkaufsveranstaltung, sondern um die Möglichkeit, gemeinsam und mit viel Spaß Demokratie ein bisschen erlebbar zu machen.
So könnten z.B. viele bunte Abdrücke von vielen unterschiedlichen Händen auf den T-Shirts zeigen, dass wir keine Berührungsängste haben und andere auszugrenzen so gar nicht zu uns Rodenbergern passen will.
Mit den so gestalteten T-Shirts sollten wir dann als Rodenberger (gern auch Mitbürgerinnen und Mitbürger aus dem Rodenberger Umland) auf der Demonstration am 14.August als eine Gruppe erkennbar sein.Jörg Farr will uns an dem Tag nach Kräften unterstützen und wird ebenfalls Hand anlegen.
Bei der Veranstaltung am 07.08.2010 werden Sie auch auf einer Fußbodenzeitung Ihre Gedanken zur Demokratie und zu denen, die dieser nicht wohlgesonnen gegenüberstehen, aufschreiben können oder einfach mit Farbe z.B. das bunte Leben in einer Demokratie, wie wir es jeden Tag erleben, darstellen können.
Am 14.August2010 treffen sich die Rodenberger und alle anderen, die mit uns zur Gegendemonstration gehen wollen auf dem Amtsplatz um 9 Uhr, um dann gemeinsam nach Bad Nenndorf zu marschieren, – weil Demokratie berührt!
Ich freue mich auf Sie!
Ihr
Uwe Märtens
Voraussichtlich werden am 14.August um 1000 Nazis in Bad Nenndorf einmarschieren. Aufmärsche der Art wie in Wunsiedel sind in nächster Zeit ganz in unserer Nähe zu erwarten.Wir müssen in der Gesellschaft darstellen, dass wir uns eine von Toleranz geprägte Gemeinsamkeit wünschen und wir dafür bereit sind, auf die Straße zu gehen und rechten, menschenverachtenden und demokratiefeindlichen Gesinnungen in unterschiedlichen Formen entgegenzutreten bereit sind.





